Zur Geschichte - Feuerwehr Arholzen

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Geschichte
Die gesetzliche Grundlage zur Bildung von Feuerwehr im Lande Braunschweig ist das "Gesetz das Feuerhilfswesen betreffend" vom 2. April 1874.

Es trat am 1. Januar 1875 in Kraft.
Dieses Gesetz zielte auf die Bildung von Freiwilligen Feuerwehren ab. Sollten sich in einzelnen Gemeinden nicht genügend Freiwillige melden, waren die Gemeinden gehalten, Pflichtfeuerwehren aufzustellen.

Die Gemeinde Arholzen hatte 1875 580 Einwohner bei 57 Wohnhäusern. Die Stärke der Feuerwehrbetrug zunächst 47 Mann. 1879 waren es nur noch 36 Mann. Zusätzlich jedoch gab es eine Ordnungsmannschaft von 16 Mann. Trotz der erheblichen Schuldenlast der Gemeinde konnte noch 1875 eine fahrbare Spritze mit Saugwerk und 60m Druckschlauch gekauft werden. Es handelte sich hierbei um die Kurtzsche Patentspritze Nr. 1. An weiterem Gerät waren Äxte, Haken- und Dachleitern sowie 100 Armbinden angeschafft worden. Die Kosten dieser Anschaffungen beliefen sich auf 3.995,-- Mark, hiervon nahmen die Spritze mit 2.910,-- Mark und das neu gebaute Spritzenhaus mit 1.000,-- Mark den Löwenanteil in Anspruch. (Das hier angesprochene Spritzenhaus soll auf dem jetzigen Grundstück von Wilfried Grupe gestanden haben. Es wurde später abgetragen und an der Hauptstraße, wo es heute noch steht, wieder aufgebaut.)

Das einzig vorhandene Bild vom alten Spritzenhaus

Arholzen war damals dem Feuerlöschbezirk II zugeteilt. Führer der Feuerwehr war ein Herr Grupe, der dem Bezirkshauptmann Thiele unterstand.

Das Stärkenverhältnis hat sich im Laufe der Jahre nicht wesentlich geändert. 1925 zählte der Ort 553 Einwohner bei 81 Häusern. Die Feuerwehr bestand zu diesem Zeitpunkt aus 48 Mann und einer Ordnungsmannschaft mit 20 Mann. Folgende Geräte waren inzwischen angeschafft worden: Eine vierrädrige Hochdruckspritze, zwei tragbare Schiebeleitern (10 - 12m lang), 2 Hakenleitern von 5m Länge, 100m Druckschlauch mit 52mm Durchmesser und m gummierte Schläuche. Erheblich hatte sich die Wasserversorgung im Ort gebessert. Gab es 1875 noch keinen einzigen Hydranten, waren bis 1925 immerhin 13 Überflur- und 1 Unterflurhydrant installiert worden. Außerdem hatte man 3 Feuerlöschteiche angelegt. Führer der Feuerwehr war zu dieser Zeit Wilhelm Keunecke.

Weitere wesentliche Verbesserungen traten dann erst wieder in den ersten Kriegsjahren ein. So wurde im Jahr 1942 ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer 2-Takt-Motorspritze der Firma Ziegler angeschafft, bzw. zur Verfügung gestellt. Im gleichen Jahr wurde Schlauchmaterial, Strahlrohre, Verteiler, Leinen, Helme und sonstige Ausrüstungsgegenstände beschafft. Nach dem Krieg konnten die ersten Uniformen entgegen genommen werden (von englischen Besatzungstruppen "besorgt" und in der Weberei Stadtoldendorf eingefärbt). Im Jahr 1954 hat der Gemeinderat Arholzen eine neue Ziegler-Tragkraftspritze angeschafft. Diese mit einem 4-Zylinder VW-Industriemotor ausgestattete Pumpe hat bis 1984 ihren Dienst in der Arholzener Wehr versehen. Heute steht sie als Andenken im Feuerwehrhaus.

Die volle Motorisierung der Feuerwehr trat 1970 ein, als neben dem neuen Feuerwehrhaus auch ein Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt werden konnte.
Fahrzeug- und Feuerwehrhausübergabe 1970

Für die 1984 aufgrund fehlender Ersatzteile ausgemusterte Tragkraftspritze wurde durch die Samtgemeinde Stadtoldendorf, die seit der Gebietsreform für den Feuerschutz zuständig ist, eine neue Tragkraftspritze gekauft. Diese Pumpe ist heute noch im Dienst.
Übergabe neue TS 8/8 1984

Nachdem im Jahr 1993 auch das alte Tragkraftspritzenfahrzeug vom Typ Ford Transit wegen Ersatzteilmangel außer Dienst gestellt werden musste, war die Wehr fast ein Jahr lang nicht einsatzfähig. Im Mai 1994 war dann der große Tag der Übergabe eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges vom Typ Mercedes-Benz 310 da. Nunmehr konnte auch die Feuerwehr Arholzen ihrer Aufgabe wieder gerecht werden und den Feuerschutz für die Gemeinde übernehmen. Die Bevölkerung konnte wieder ruhig schlafen.

 
 
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